By 90Min
October 29, 2017

Lediglich ein Punkt aus den vergangenen acht Spielen steht beim Hamburger SV auf der Haben-Seite. An der Elbe hängt der Haussegen daher schief und Trainer Markus Gisdol muss um seinen Job bangen. Auf einer offiziellen Presserunde äußerte sich der Hamburger Cheftrainer am Sonntagmorgen zu der prekären Lage.


Beinahe schon traditionsgemäß steht der Hamburger SV in der Bundesliga auf dem Relegationsrang 16 und der Cheftrainer auf dem Prüfstand. Nach zuletzt nur einem Punkt aus acht sieglosen Spielen, läuten an der Elbe die Alarmglocken. "Es ist doch klar, dass ich als Trainer alles zu verantworten habe, was auf dem Platz passiert. Da will und werde ich mich auch nicht wegducken.“ Mit diesem Statement eröffnete Gisdol am heutigen Sonntagmorgen die Presserunde des HSV, auf der Cheftrainer Gisdol Klartext redete.

Lob für die Youngster - Gisdol nimmt die Etablierten in die Pflicht


Seine möglicherweise letzte Chance beim HSV will der Fußballlehrer nutzen: „Ich tue alles, was in meiner Macht steht, um wieder erfolgreich zu sein. Da bin ich froh, einen Stab um mich zu haben, dem ich zu 100 Prozent vertraue. Zwischen uns passt kein Blatt.“ Doch Gisdol nahm auch seine etablierten Spieler in die Pflicht: „Es bringt nichts, den Spielern das Vertrauen zu entziehen. Aber wenn man länger an Spielern festhält, dann muss auch mal etwas zurückkommen, das ist klar", deutete der HSV-Coach eine doch scharfe Kritik an seinen Profis an.

FBL-U17-WC-2017-BRA-GER
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Soll mehr Spielzeit bekommen: Hoffnungsträger Fiete Arp


Während die Stars des HSV nicht liefern, drängen sich Youngster wie Fiete Arp, der gegen die Hertha sein erstes Bundesligator erzielte oder der Japaner Tatsuya Ito auf. „Vielleicht müssen wir das Risiko ein bisschen erhöhen und die Jungen noch mehr reinschieben. Was sie zeigen, ist erfrischend", lobte Gisdol seine Nachwuchsspielern, denen er künftig noch mehr Spielzeit bieten möchte. Denn auch in Hamburg gilt das Leistungsprinzip: "Die Leistung zählt, das ist klar.“

Geschlossenheit fehlt


Neben der fehlenden Leistung seiner Spieler monierte Markus Gisdol auf der Presserunde auch den Umgang untereinander: „Fakt ist, dass wir es so nicht Woche für Woche weiterlaufen lassen werden. Die Intensität, auch im Umgang miteinander, muss sich verändern“, forderte der 48-Jährige. 

Durch einen Heimsieg des SV Werder Bremen am heutigen Nachmittag gegen den FC Augsburg, könnte der Hamburger SV auf einen Abstiegsplatz abrutschen. Der Bundesliga-'Dino' ist angezählt und muss nun liefern. Am kommenden Samstag trifft der HSV auf den Aufsteiger VfB Stuttgart. Sollten die Norddeutschen auch dieses Spiel nicht gewinnen, muss Markus Gisdol seinen Stuhl an der Elbe wohl räumen.

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