By 90Min
October 30, 2017

Knapp 50 Kilometer muss der aktuelle Tabellenführer der 2. Bundesliga Fortuna Düsseldorf am Montagabend (20:30 Uhr) reisen, um den zwölften Spieltag im deutschen Unterhaus abzurunden - im Top-Spiel gastieren die Rheinländer beim Nachbarn aus Bochum. Vor dem Duell mit den Ruhrpottlern warnt der Düsseldorfer Chefcoach vor dessen Qualitäten.


Dass der VfL Bochum in elf Spieltagen nur 13 Zähler einfahren konnte und den eigenen Erwartungen damit deutlich hinterherhinkt, überrascht Friedhelm Funkel. "Der VfL ist mit dem Ziel, aufzusteigen, in die Saison gestartet - das war ein berechtigtes Ziel", sagte der ehemalige Bochumer Trainer und meint: "Sie haben eine außergewöhnlich gute Mannschaft. Kruse, Hinterseer, Sam, Eisfeld, Stöger, Bastians, Riemann im Tor - das sind hochkarätige Spieler." 



Friedhelm Funkel ist - vor allem in der aktuellen Saison - ein Freund der Rotation. Um seine Mannschaft so unberechenbar wie möglich zu machen, gab es in keinem einzigen Pflichtspiel der Rheinländer eine identische Startformation. Momentan wohl der Schlüssel zum Erfolg: denn die Fortunen holten in bislang elf Partien satte 28 Zähler.

Die Gewissheit eines jeden Spielers, keinen Stammplatz sicher zu haben, kurbelt den Konkurrenzkampf in den Düsseldorfer Reihen mächtig an. Nun könnten aber auch Friedhelm Funkel ungewisse Stunden bevorstehen, denn der 63-Jährige ist vor dem Duell mit seinem Ex-Klub noch nicht darüber im Klaren, was ihm bevorsteht. "Ich kenne ihre Taktik nicht, weil sie sich womöglich selber nicht kennen. Sie sind noch auf der Suche", vermutet Funkel. Unter Neu-Trainer Jens Rasiejewski bestritten die Bochumer bislang drei Spiele - offenbar zu wenig für den Fortuna-Coach, um sich wiederholende Strickmuster zu identifizieren.



Funkel weiß jedoch sehr genau über die Qualitäten des Revier-Klubs bescheid. Im Vergleich zur Pokal-Niederlage gegen Gladbach will der Rekordtrainer wieder frische Kräfte ins Spiel bringen und den nächsten Auswärtsdreier der Saison einfahren: "Es werden Spieler spielen, die am Dienstag nicht zum Einsatz kamen."

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