By 90Min
October 30, 2017

Alvaro Morata ist nach seinem Wechsel von Real Madrid zum FC Chelsea nach London auf Anhieb eingeschlagen und erzielte in seinen ersten neun Premier-League-Einsätzen bereits sechs Tore. Trotz des guten Starts in seiner neuen Wahlheimat erklärte das Real-Eigengewächs, dass das Leben in der britischen Landeshauptstadt nicht unbedingt für ihn gemacht sei und deutete eine Rückkehr nach Italien an, wo er in der Vergangenheit bereits für Juventus Turin spielte. Zudem rechnete er mit den "Königlichen" ab, die ihn seiner Ansicht nach wie ein Kind behandelten. 


Trotz seiner bislang guten sportlichen Leistungen sieht sich der Spanier selbst nicht allzu lange in der Weltmetropole London, wie er der italienischen Zeitung Gazzetta dello Sport erklärte. "Ich lebe in Downtown Chelsea. Was mich an London fasziniert, ist seine Multinationalität, das Zusammenleben der vielen Kulturen und Religionen. Aber ich sehe mich hier nicht sehr lange leben. Es ist zu groß, zu stressig, zu viel Metropole", so der Mittelstürmer, der im Sommer für 62 Millionen Euro zum englischen Meister wechselte. 

Richard Heathcote/GettyImages

Wäre gerne bei Juventus Turin geblieben: Chelsea-Star Alvaro Morata



Neben der aktuellen Situation sprach der 25-Jährige auch über seine Zeit bei Juventus Turin, die für ihn bislang die erfolgreichste und wichtigste seiner Profikarriere gewesen sei: "Juves Markenzeichen? Eine Gewinner-Mentalität und viel Professionalität. Meine beiden Spielzeiten bei Juventus waren großartig. Ich kam dort als Junge hin und verließ den Verein als gereifter und vollständiger Spieler." Auch in Zukunft nannte Morata Italien als sein Wunschziel: "Für einen Spanier ist Italien das beste Land, um darin zu leben. Man hat hier alle: Schönheit, Geschichte, Kunst, gutes Essen, Mode. Ich hätte Italien und Juventus niemals verlassen dürfen.“ 

Dass er letztlich dennoch zurückkehrte zu Real Madrid lag an "vertraglichen Vereinbarungen, die ich respektieren musste. Die Enttäuschung war riesig: Ich wurde in meiner Karriere zurückgeworfen." Bei Real Madrid kam der Angreifer wie vor seinem Wechsel zur "alten Dame" nie über den Platz als Ersatzstürmer hinter Karim Benzema hinaus - dabei wies der spanische Nationalspieler eine weitaus bessere Torquote auf als sein damaliger französischer Teamkollege. "Sie haben mich behandelt wie das Kind, das ich vor den zwei Jahren in Italien war. Als ich ankam, habe ich mich wie ein kleiner Junge gefühlt und kehrte als echter Spieler zurück", kritisierte das Real-Eigengewächs den Umgang mit ihm in Madrid.

Beim FC Chelsea steht der gebürtige Madrilene derzeit noch bis Sommer 2022 unter Vertrag. Nach den jüngsten Aussagen dürfte eine Rückkehr Moratas, die seinerseits auch Chelsea-Coach Antonio Conte zuletzt immer wieder ankündigte, nach Italien allerdings mehr als nur wahrscheinlich sein. 

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