By 90Min
October 30, 2017

In Hoffenheim brillierte Matthias Ginter im Mittelfeld der Gladbacher. Trotzdem wird die Versetzung auf die 'Sechs' wohl eine Ausnahme bleiben. Gladbachs Neuzugang möchte am Niederrhein nämlich von seinem Allrounder-Image loskommen und dauerhaft als Innenverteidiger agieren. Auftritte wie am Samstag machen das schwer.

Matthias Ginter hat in dieser Spielzeit noch keine einzige Pflichtspielminute verpasst. Der Neuzugang von Borussia Dortmund ist unter Trainer Dieter Hecking gesetzt. Bisher kam der 23-jährige Weltmeister ausschließlich auf seiner bevorzugten Position in der Abwehrzentrale zum Einsatz. 

Dass eine seiner Stärken die Vielseitigkeit ist, musste er am Wochenende mal wieder unter Beweis stellen. Erstmals agierte er bei den 'Fohlen' im defensiven Mittelfeld auf der 'Sechs'. Dieter Hecking wollte in Abwesenheit des immer noch verletzten Christoph Kramer für mehr Stabilität sorgen und beorderte Ginter eine Position nach vorne. Der junge und defensiv etwas sorglosere Franzose Mickaël Cuisance musste dafür weichen.

Nicht nur, weil er den Führungstreffer zum 2:1 besorgte, war Ginter in einer gut aufgelegten Gladbacher Mannschaft einer der Besten. Der 23-Jährige tat genau das, was sich sein Trainer von ihm versprach und stopfte im Mittelfeld die zuletzt eklatanten Löcher bei den 'Fohlen'. Offensiv setzte er nicht nur bei seinem Treffer einige Akzente und lieferte so eine ganz starke Partie ab. 

Trotzdem wird er in Zukunft wohl wieder seinen angestammten Platz in der Innenverteidigung einnehmen. Zum Einen, weil Christoph Kramer zurückkommen wird und dann neben Denis Zakaria gesetzt ist, zum Anderen, weil Hecking mit Ginter neben Yannick Vestergaard fest plant. "Klar, er ist bei uns als Innenverteidiger vorgesehen. Das soll auch in Zukunft so bleiben", sagte Gladbachs Trainer nach dem Sieg in Hoffenheim gegenüber der ARD. 

So wird Ginters Ausflug ins Mittelfeld im 'Fohlen'-Trikot vermutlich eine Ausnahme bleiben. Dieter Hecking kann sich allerdings auch in Zukunft darauf verlassen, dass sein Innenverteidiger jederzeit auch auf einer anderen Position in der Defensive seine Leistung abrufen kann.

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