By 90Min
October 31, 2017

Im Moment läuft es nicht gerade rund beim SC Freiburg. Die Elf von Christian Streich rangiert derzeit auf dem 15. Tabellenplatz und muss nach zuletzt drei sieglosen Spielen den Blick auch vorerst weiter nach unten richten. Am Wochenende verschärfte zusätzlich die rote Karte gegen SC-Spieler Caglar Söyüncü im Spiel gegen den VfB Stuttgart die ohnehin angespannte personelle Situation in der Defensive. Abhilfe könnte eventuell die Rückkehr von Marc-Oliver Kempf schaffen.


Zum Abschluss des zehnten Spieltages verlor die Freiburger Mannschaft am Sonntagabend mit 0:3 in Stuttgart. Schiedsrichter Tobias Stieler stellte Söyüncü wegen seines Handspiels in der zehnten Minute schon früh vom Platz, sodass die Gäste fast die komplette Spieldauer in Unterzahl bestreiten mussten. Zum Platzverweis kam es mit knapp zwei Minuten Verspätung durch einen entsprechenden Videobeweis.

Im Anschluss haben die taktischen Umstellungen Unruhe in das Spiel der Freiburger gebracht und so auch die zwei Tore der Stuttgarter noch vor der Pause mitbegünstigt. Nach dem Seitenwechsel ließ die Freiburger Viererkette rund um Kapitän Julian Schuster und Startelf-Debütant Robin Koch in der Innenverteidigung allerdings kaum noch gegnerische Torchancen zu. Schuster lobte sein Team deshalb nach Spielende trotzdem für die Bemühungen und sagte: "Wir haben gekämpft und mit zehn Mann ein Stück weit Paroli geboten."

SC-Trainer Streich ärgerte sich hingegen weiter über die rote Karte: „Ich verstehe nicht was mit uns gemacht wird. Ich bin fassungslos.“ Sein Unmut dürfte auch dadurch bedingt sein, dass ihm nach dem Ausfall von Söyüncü mit Koch nur noch ein etatmäßiger Innenverteidiger zur Verfügung steht. Für das schwere Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am kommenden Wochenende hofft der Trainer deshalb auf die Rückkehr von Marc Oliver Kempf.

Der 22-jährige gelernte Innenverteidiger gehörte in der Rückrunde der vergangenen Saison zum absoluten Stammpersonal im Breisgau. Ein Ende August erlittener Muskelfaserriss setzt in aber nun seit bereits neun Pflichtspielen außer Gefecht. 


Die Tatsache, dass sich Kempf zumindest wieder im dosierten Mannschaftstraining befindet, könnte Streich Hoffnung geben. Er wird angesichts der noch jungen Saison aber wohl auch kein unnötiges Risiko eingehen, zumal Söyüncü auch nur ein Spiel fehlen wird.

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